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Doch je weiter der Spieler die Ausstellung erkundet, desto mehr verändert sich die Atmosphäre. Die Musik wird intensiver, die Lichter dunkler und die einst so lustigen und niedlichen Puppen wirken unheimlich und verstörend. Die Ausstellung selbst verwandelt sich vor den Augen des Spielers von einer Ausstellung des Lächelns in eine Ausstellung des Kummers.
Um weiterzukommen, muss der Spieler Rätsel lösen und neue Räume freischalten. Doch schon bald wird ihm klar, dass er dafür unangenehme und moralisch fragwürdige Dinge tun muss – Puppen dehnen, zerstören oder foltern, um an den Schlüssel zu gelangen. Das Spiel erzeugt einen starken psychologischen Druck: Man fragt sich, wie viel man bereit ist, diesen Puppen zu opfern oder ihnen zu schaden, nur um das Ende zu erreichen.
Im weiteren Verlauf der Geschichte nimmt die Ausstellung einen düstereren Ton an. Die farbenfrohen Zirkusmotive nehmen etwas Groteskes an und das gesamte Spiel wird zu einer Reise, aus der es schwer ist, einen Ausweg zu finden. Das Spiel endet auf verschiedene Weise, je nachdem, wie sich der Spieler während der Tour verhält und welche Entscheidungen er trifft.
Obwohl „Exhibit of Sorrows“ nur etwa zehn Minuten dauert, hinterlässt es einen starken Eindruck. Einfache Point-and-Click-Mechaniken verbinden sich mit psychologischem Horror und einer Atmosphäre des Unbehagens. Der Kontrast zwischen den kindlich fröhlichen Zirkuspuppen und ihrer gruseligen, abgedrehten Seite macht dieses Spiel zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Spielanleitung?
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